Belgien hat kürzlich einen Öltanker, der zur russischen Schattenflotte gehören soll, in der Nordsee gestoppt. Laut Verteidigungsminister Theo Francken wurde das Schiff mit Unterstützung Frankreichs von belgischen Streitkräften aufgebracht und wird nun nach Zeebrügge eskortiert, wo es beschlagnahmt werden soll.
Francken äußerte gegenüber Reuters den Verdacht, dass der Tanker unter falscher Flagge und mit gefälschten Dokumenten unterwegs war. Er betonte die Bedeutung der Schattenflotte für Russland und argumentierte, dass Präsident Putin ohne diese keinen Krieg gegen die Ukraine führen könne.
Premierminister Bart De Wever lobte die Operation und bekräftigte Belgiens Engagement für die Wahrung des internationalen Seerechts.
Die sogenannte Schattenflotte umfasst Schiffe, die Russland einsetzt, um Sanktionen zu umgehen, insbesondere beim Öltransport. Es gibt Bedenken, dass diese Schiffe auch für Spionagezwecke genutzt werden könnten.
Frankreich schätzt die Größe der Schattenflotte auf über 1.200 Schiffe, von denen ein Großteil bereits mit Sanktionen belegt ist.
Quelle: Agenturen



